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Seuchen-Institut: Tierschützer fordern unabhängige Untersuchung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Wednesday, 15. March 2006

Wissenschaft

Von Gerhard Wisnewski

Nach dem Zentralverband europäischer Laufentenhalter (ZEL) engagiert sich nun ein weiterer Tierschutzverband in Sachen Friedrich Loeffler-Institut und Vogelgrippe. Wie berichtet, war die Vogelgrippe in Deutschland Mitte Februar ausgerechnet zuerst rund um das Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems aufgetreten. Jenes Friedrich Loeffler-Institut, in dem bereits seit Monaten mit dem H5N1-Virus experimentiert wurde: "Gerhard Wisnewskis Überlegungen sind sehr interessant und sollten von den Verantwortlichen zum Anlass genommen werden, diesen Vermutungen nachzugehen", schreibt  Eckard Wendt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V., in einem Leserbrief an das saar-echo, in dem einer meiner Artikel ebenfalls veröffentlicht wurde.  



"Aus diesem Grunde", so Wendt,  "hat der Tierschutzfachverband 'Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung' (AGfaN), Hamburg, in Schreiben an den Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer, den Leiter des Friedrich-Löffler-Instituts auf Riems, Prof. Mettenleiter, sowie an den Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, gefordert, eine unabhängige (!) Untersuchungskommission einzusetzen. Nur so können die aufgekommenen Zweifel an der Zuverlässigkeit des Instituts überprüft werden."

Nachdem man inzwischen praktisch wahllos Geflügelbestände tötet, ohne überhaupt die Ergebnisse virologischer Tests abzuwarten (wie am 13. März in Bayern, wo 400 Nutztiere auf bloßen Verdacht hin getötet wurden), scheinen solche Untersuchungen über die eigentliche Grundlage dieser völlig aus dem Ruder laufenden Hysterie dringend geboten.

Die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) ist ein Tierschutzfachverband, der die industrialisierten Formen der landwirtschaftlichen Tierhaltung (sogenannte "Massentierhaltung") ablehnt und art- und verhaltensgerechte Unterbringung und Versorgung fordert, weil Tiere leidensfähige Mitgeschöpfe sind. Sitz der AGfaN e.V. ist Hamburg.

http://www.saar-echo.de/de/art.php?a=31186