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Chemotherapie bei vielen Krebsarten praktisch wirkungslos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Sunday, 5. March 2006
 Von Gerhard Wisnewski

Bei sehr vielen Krebsarten in fortgeschrittenem Stadium ist Chemotherapie praktisch wirkungslos.

Zwar kann Chemotherapie bei Leukämien, Lymphknotenkrebsen, Hodentumoren und Krebserkrankungen von Kindern "auch bei weit fortgeschrittener Erkrankung zu einer dauerhaften Heilung führen", so Professor Reiner Hartenstein, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft.

"In jüngster Zeit wurde aber verstärkt Kritik an dieser Therapieform laut", heißt es auf der Webseite von Das Gesundheitsgepräch (BR-Online).  

 Eine epidemiologische Studie an der Universitätsklinik Großhadern in München, in die die Krankengeschichten tausender Patienten seit 1978 eingeflossen seien, sei zu niederschmetternden Ergebnissen gekommen, so Das Gesundheitsgepräch: "Bei den häufigen und gefährlichen Organkrebsen in Brust, Dickdarm, Lunge und Prostata hat sich im fortgeschrittenen Stadium die Lebenszeit der Patienten trotz Chemotherapie in den 25 untersuchten Jahren nicht oder kaum erhöht. Dr. Bernd-Michael Heiny, Leiter der onkologischen Ambulanz Rottach-Egern, plädiert deshalb für einen umsichtigen Einsatz der Zytostatika: 'Die Chemotherapie hat vielen Menschen Gutes getan. Ohne sie ist unser Waffenarsenal gegen den Krebs zurzeit nicht denkbar. Aber gerade deshalb sollten wir genau überlegen, wie wir sie richtig anwenden.'"

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/chemotherapie/