Dringende Empfehlung!!

Expresszeitung.com – Jetzt abonnieren!

vvv 2016 Buchvorstellung

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

untersttzen.gif

Bitte spenden Sie für meine Arbeit!
your text line 2
your text line 3
Summe
Währung
Denunziant: Der größte Lump im ganzen Land PDF Drucken E-Mail
Saturday, 28. July 2007
Politik

Von Gerhard Wisnewski

„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“, meinte schon der deutsche Dichter Hoffmann von Fallersleben. Was ein Denunziant ist? Ein Denunziant ist jemand, der andere  anzeigt, anschwärzt und verleumdet. Die Steigerung des Denunzianten ist jemand, der das sogar wider besseres Wissen tut. Und schließlich ist der Denunziant jemand, bei dem man nach jeder Begegnung das dringende Bedürfnis verspürt, sich die Hände zu waschen. Nun, seit ein paar Tagen habe ich einen regelrechten Waschzwang, und zwar seit ich einen Brief eines "Arbeitskreis Dialoge" an das Kulturprojekt "Kultopia" der Stadt Hagen gelesen habe. Was mit "Dialog" gemeint ist, erfahren wir dabei auch: Hier können wir Denunzianten live bei ihrer Arbeit beobachten.

 http://www.diebandbreite.de/news/Diffamierung_DieBandbreite.pdf



 "Sehr geehrte Damen und Herren," schreiben da eine Lisa Renn und ein Hagen Illmann, "mit Verwunderung erfuhren wir, dass die Musikgruppe 'die bandbreite' im städtischen Kulturprojekt 'Kultopia' auftreten soll, nicht nur beim 'Hamecke Open Air', sondern auch auf einem 'Rap für Courage-Festival."

Aha, danke erst mal für die Hinweise:

"Wir hoffen, dass die Gruppe 'die bandbreite' nicht in Ihrem Kulturprojekt auftreten wird, und behalten uns andernfalls den Gang an die Öffentlichkeit vor, da nach den Inhalten von Kultur und Utopie im Verständnis Ihres Bildungsträgers zu fragen sein wird."

Gang an die Öffentlichkeit? Dabei bin ich gern behilflich. Schließlich wird es Zeit, daß die Öffentlichkeit den trefflichen "AK Denunziation" samt Lisa Renn und Hagen Illmann kennenlernt.

http://myspace.com/ak_dialoge

"die bandbreite" habe ich vor wenigen Tagen auf dieser Seite mit ihrem Song "Selbst gemacht" vorgestellt. Darin verweist die Rap-Gruppe auf die amerikanische Tradition, Überfälle auf das eigene Land selbst zu inszenieren oder geschehen zu lassen, wie beispielsweise den von Pearl Harbor. Damals, am 7. Dezember 1941, überfiel Japan den US-Pazifikstützpunkt Pearl Harbor. Angeblich völlig überraschend und aus heiterem Himmel. In Wirklichkeit wußten die USA mindestens Wochen vorher Bescheid und räumten der andampfenden Japan-Flotte sogar eigene Schiffe aus dem Weg, um sie nur ja nicht zu früh zu stören. Der japanische Überfall wurde dringend als Anlaß gebraucht, in den zweiten Weltkrieg einzutreten. Das ist inzwischen lückenlos bewiesen und Stand der seriösen Geschichtsforschung. Näheres in dem Buch von Robert Stinnett: "Pearl Harbor: Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben ließ" (siehe rechts).

Hauptthema des bandbreite-Songs sind aber die Terroranschläge des 11. September 2001. Dabei zählt der Rap-Song die wichtigsten Widersprüche und Unglaubwürdigkeiten auf und stellt immer wieder die Frage: "Habt Ihr das vielleicht selbst gemacht?"

Nun, wie bereits angedeutet, haben die USA bereits eine lange Tradition in solchen selbst gelegten Reichstagsbränden, sei es nun der Untergang der Maine 1898, der Untergang der Lusitania 1915, der Überfall von Pearl Harbor 1941 oder der angebliche Überfall im Golf von Tonking 1964, der nie stattfand. So ungewöhnlich das mancher vielleicht finden mag, aber die Inszenierung eines Kriegsgrundes gehört zum routinemäßigen Gebaren dieser Weltmacht. Bevor sie andere Staaten überfällt, schafft sie sich die moralische Rechtfertigung selbst. Und genauso ist auch der 11. September 2001 zu sehen. Die Anschläge vom 11. September 2001 (übrigens exakt zum 60. Jahrestag der Grundsteinlegung des Pentagon) waren das Ticket nach Afghanistan, in den Irak, vielleicht auch noch in den Iran, und der Blankoscheck zur Umgestaltung der politischen Weltordnung. Für die Vereinigten Staaten ist dies nichts weiter als Routine und gehört aus deren Sicht zu professioneller Kriegführung. Allerdings war die Inszenierung diesmal so unprofessionell, daß man es nun wirklich niemandem verübeln kann, wenn er Fragen stellt.

Das Besondere am 11. September war nicht einmal die Zahl der Opfer, die im Bereich Pearl Harbor lag; besonders war eher die Zerstörung eines global bekannten zivilen Zieles mit Zivilisten "an Bord" sowie die folgende globale Medienoperation, die den Zweck verfolgte, die gesamte Welt hinter die kommenden Raubzüge der Vereinigsten Staaten und die politische Umgestaltung des Globus zu bringen.

Es ist die Pflicht und geradezu Verfassungsauftrag jedes denkenden Bürgers, solche Machenschaften zu hinterfragen.

Doch zurück zu unseren Denunzianten: Da versucht also eine dubiose, äh... (ich muß mir kurz Gummihandschuhe anziehen) "Initiative",  kritische Musiker bei ihren Veranstaltern zu denunzieren und den Veranstalter zur Absage von Auftritten zu drängen, ja mit der Drohung zu erpressen, man werde sonst an die Öffentlichkeit gehen. Implizit wird der Gruppe die bandbreite "Antisemitismus" unterstellt, indem nahegelegt wird, sie verbreite "antisemitische Verschwörungstheorien".

Ein Vorwurf an die 9/11-Skeptiker, der nicht nur einen langen Bart hat, sondern in diesem Fall ohnehin aus der Luft gegriffen ist, weil die Begriffe Israel, Juden etc., in dem Lied überhaupt nicht vorkommen. Und selbst wenn: In unserem Land ist es immer noch erlaubt, Israel und Juden genauso zu kritisieren, wie jeden anderen auch  - jedenfalls, wenn ich unsere Verfassung richtig verstanden habe und sie nicht bereits außer Kraft gesetzt wurde. Der Vorwurf des Antisemitismus wird nicht aus inhaltlichen Gründen erhoben, sondern deshalb, weil das die dickste Keule ist, die man in Deutschland schwingen kann - ob es nun einen Zusammenhang mit Antisemitismus gibt oder nicht, ist dabei völlig gleichgültig.

Das Schreiben des "AK Dialoge" an Kultopia Hagen ist nicht nur üble Nachrede und geschäftsschädigend, es ist auch Nötigung und insbesondere als "Politische Verdächtigung" aus gutem Grund  in Deutschland strafbar. Denn ihre Hochkonjunktur hatten Denunzianten in diesem Land zuletzt im Dritten Reich und in der DDR. Besonders viele Juden wurden Opfer von Denunziation. Deshalb gibt es in Deutschland einen "Anti-Denunzianten-Paragraphen", nämlich Paragraph 241 a Strafgesetzbuch. Es wird Zeit, daß dieser Paragraph zur Anwendung kommt:



Retten Sie das Mei-nungsklima: Diese Seite kann nur mit Ihrer Hilfe überleben.

(1) Wer einen anderen durch eine Anzeige oder eine Verdächtigung der Gefahr aussetzt, aus politischen Gründen verfolgt zu werden und hierbei im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen durch Gewalt- oder Willkürmaßnahmen Schaden an Leib oder Leben zu erleiden, der Freiheit beraubt oder in seiner beruflichen oder wirtschaftlichen Stellung empfindlich beeinträchtigt zu werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Mitteilung über einen anderen macht oder übermittelt und ihn dadurch der in Absatz 1 bezeichneten Gefahr einer politischen Verfolgung aussetzt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

(4) Wird in der Anzeige, Verdächtigung oder Mitteilung gegen den anderen eine unwahre Behauptung aufgestellt oder ist die Tat in der Absicht begangen, eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen herbeizuführen, oder liegt sonst ein besonders schwerer Fall vor, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren erkannt werden.

Ein Land, das vor Denunzianten kuscht, hat bereits seine gesamte demokratische und politische Kultur verloren. Deshalb:

  • Jeden Denunziationsversuch öffentlich machen.
  • Keinem Denunziationsversuch nachgeben.
  • Jeden Denunziationsversuch nach Par. 241 a anzeigen.



Notiz: nächste Termine von "die bandbreite": 04.08.2007 - Hagen: Hamecke Open Air/ 18.08.2007 - Münster: Bürgermedientag/ 24.08.2007 Hagen: Rap für Courage-Festival