Richter gegen geheimdienstliche Überwachung des
"Grundrechte-Report"-Mitherausgebers Dr. Rolf Gössner
Die Bundesmitgliederversammlung der
"Neuen Richtervereinigung (NRV)" protestiert gegen die fortwährende
geheimdienstliche Überwachung des Präsidenten der "Internationalen Liga
für Menschenrechte", Rechtsanwalt Dr. Rolf Gössner. Beide
Organisationen verbindet u. a. die Herausgeberschaft des jährlich
erscheinenden "Grundrechte-Reports - Zur Lage der Bürger- und
Menschenrechte in Deutschland".
Die NRV kritisiert, dass mit der "Internationalen Liga für
Menschenrechte"
eine international anerkannte Menschenrechtsvereinigung in das Visier
des Verfassungsschutzes geraten ist. Folgte man der Begründung des
Bundesamtes für Verfassungsschutz, eröffnete dies eine uferlose
Überwachungspraxis: Schließlich wird die Überwachung mit dem bloßen
Kontakt zu Organisiationen wie der "Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes (VVN)" oder der "Roten Hilfe e. V." begründet, obwohl
dieser Kontakt gerade auf den beruflichen und ehrenamtlichen
Tätigkeiten des Rechtsanwalts, Publizisten und Präsidenten einer
Nichtregierungsorganisation beruht.
Wilfried Hamm, Sprecher der NRV: "Die NRV fordert mit Nachdruck die
Respektierung des Schutzes des Berufsgeheimnisses und eine
ausforschungsfreie Sphäre der Menschenrechtsarbeit von
Nichtregierungsorganisationen."
NEUE RICHTERVEREINIGUNG
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