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YouTube zensiert Wisnewski-Video über gefälschtes Osama-Foto PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Thursday, 5. May 2011
bin_laden_zensiert.jpgDenunzianten haben Hochkonjunktur. Seit ungefähr 24 Stunden staunen YouTube-Nutzer nicht schlecht, wenn Sie mein Video  über das gefälschte Foto der Osama-Leiche aufrufen wollen. Osama bin Laden wurde bekanntlich angeblich am 1. Mai 2011 von US-Sonderkommandos in Pakistan erschossen. Statt des Videos sehen sie aber nur eine Meldung, aus der sich ergibt, dass der Film für Nicht-YouTube-Mitglieder gesperrt wurde. Und zwar, weil das Video "von der YouTube-Community gemeldet wurde". 


"Dieser Content enthält eventuell Material, das von der YouTube-Community gemeldet wurde und möglicherweise für manche Nutzer unangemessen ist", kann man in dem Hinweis lesen. "Um dieses Video oder diese Gruppe anzuzeigen, bestätige bitte durch deine Anmeldung oder bei der Kontoerstellung, dass du 18 oder älter bist."

Zensur à la YouTube: irgendwelche Nutzer melden einen Inhalt, der ihnen nicht passt oder als unangemessen erscheint. Daraufhin wird das Video für alle Nicht-YouTube-Mitglieder und alle youtube-Mitglieder unter 18 Jahren gesperrt. Das hat folgende Konsequenzen:

  • Die grosse Mehrzahl der Internetnutzer wird daran gehindert, das Video zu sehen.
  • Sehen kann man es nur, wenn man sich bei YouTube anmeldet und dabei ein höheres Alter als 18 angibt.
  • Das wiederum bringt YouTube jede Menge neue Mitglieder.
  • Der Inhaber des Kanals wird weder über die Massnahme informiert, noch wird ihm eine Möglichkeit gegeben, dagegen Widerspruch einzulegen.

Das heisst: Offenbar kann man auf YouTube durch simple Denunziationen Videos sperren lassen. Wie viele Videos wurden auf diese Weise schon gesperrt?

(hier haben wir das Video jetzt auf dieser Seite bereit gestellt:)

{flv}Obama-Osama{/flv}

Meine Bitte: Wenn Sie Mitglied bei YouTube sind: Laden Sie das Video herunter und woanders wieder hoch. Wenn Sie es bei YouTube wieder hoch laden, müssen Sie die Grösse der Datei geringfügig ändern, denn YouTube erkennt Videos daran wie an einem Fingerabdruck. Schreiben Sie zweitens bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , und fordern Sie die Aufhebung der Sperrung. Und betten Sie das Video in Ihre Seite ein, dann bleibt es offenbar (wie hier) weiter zugänglich.


Das bringt mich auf einige grundsätzliche Überlegungen zu diesem Video-Portal:


  1. es saugt Millionen Inhalte und Videos an
  2. dadurch schafft es eine Monopolstellung
  3. andere Video-Portale verlieren Zuschauer und gehen ein
  4. wenn das Monopol komplett ist, kann YouTube schalten und walten, wie es will, und Videos können auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
  5. vielleicht kann man die Videos dann noch auf irgendwelchen kleinen Websites sehen, aber das kümmert niemanden mehr
  6. YouTube bekommt dann auf dem Internet-Videomarkt eine Monopolstellung, die selbst noch die grossen öffentlich rechtlichen Sender übertrifft
  7. fertig ist die totale Kontrolle