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Pakistan: Nachbar glaubt nicht an Anwesenheit Osamas PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Tuesday, 3. May 2011
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Tja, der Osama - das ist vielleicht ein Schlingel: Schleicht sich in ein Sperrgebiet, wo jeder Anwohner beim Betreten seinen Ausweis vorzeigen muss, und wohnt dann jahrelang dort, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekommt. Ausser natürlich sein Fast-Namensvetter Obama. Anders als die unmittelbaren Nachbarn hat der aus den fernen USA Wind davon bekommen, dass dort, und nur dort, sein Staatsfeind Nr. 1 sitzt. Fliegt hin, schiesst - und bingo: Volltreffer! Beweise? Na ja - die ersten Fotos waren gefälscht, weitere Bildbeweise gibt es erstmal nicht, und die Leiche ist dummerweise auch weg. 
Ausser sehr viel heisser Luft ist also erstmal nichts zu erkennen. Sehen und lesen Sie hier ein Al-Dschasira-Interview mit einem Anwohner aus Abbottabad, Pakistan, der nicht glaubt, dass Osama wirklich seit Jahren als Nachbar neben ihm wohnte.
 

Pakistan: Nachbar glaubt nicht an Anwesenheit Osamas

Manuskript

Osama bin Laden? Hier in Abbottabad? Kaum zu glauben. Der Nachrichtensender Al-Dschasira fragt seinen Korrepondenten, ob die Leute jetzt schon ein bisschen Zeit hatten, das alles zu verdauen, dass der meistgesuchte Mann der Welt direkt vor ihrer Nase lebte.

Naja, die Reaktionen auf die Nachricht, dass Osama bin Laden direkt vor ihrer Haustür aufgespürt und getötet wurde, seien gemischt gewesen, meint der Mann. Von verwirrt über durcheinander bis belustigt sei alles dabei gewesen, dass Amerikas meistgesuchter Flüchtling, der Mann hinter den Anschlägen des 11. September, hier in ihrer Stadt war.  

Er habe hier einen Augenzeugen namens Jahingir.  Es ist ein unmittelbarer Nachbar von dem angeblichen bin Laden:

"Hallo Jahingir, in den frühen Morgenstunden haben Sie Explosionen gehört, erzählen Sie mir, was Sie sahen."

Er sei noch auf gewesen nachts um eins und habe über Skype mit einem Freund in England gesprochen, als er plötzlich dieses Helikoptergeräusch gehört habe, erzählt der Nachbar.  Er sei auf das Dach seines Hauses gegangen und  habe den Helikopter gesehen. Natürlich war es stockdunkel, bis auf all die Scheinwerfer. Er glaubt, es könnte ein Apache-Helikopter gewesen sein. Der habe zu schiessen begonnen, sei verschwunden, zurückgekommen und habe nochmals einige Minuten geschossen. Schließlich, etwa um 1.15 Uhr, habe es eine grosse Explosion gegeben.


Was er am Morgen gedacht habe, als er hörte, dass es eine Aktion der Vereinigten Staaten war, bei der sie Osama bin Laden töteten, will der Reporter wissen.

"Nun, ich sah die Nachrichten, und sie sprachen von Osama bin Laden. Ich war schockiert. Und um ehrlich zu sein: ich wohne hier schon mein ganzes Leben, und Sie wissen ja: wenn jemand Neues in Ihre Strasse kommt, wissen Sie Bescheid... Sie bekommen das mit. Ich habe gar nichts dergleichen gesehen. Ich kann das nicht glauben."

Leute in der  Nachbarschaft hätten das Haus verdächtig gefunden, sagt der Korrespondent und fragt: "Ist Ihnen irgendetwas an dem Haus verdächtig vorgekommen?"


 


"Um ehrlich zu sein, ich gehe jeden Abend von meinem Haus an dem Haus von Osama bin Laden vorbei zu meinem anderen Haus, das ich vermietet habe. Jeden Abend gehe ich da mit meiner Frau vorbei. Ich habe nie etwas dergleichen bemerkt, und deshalb glaube ich das auch nicht. Und um ehrlich zu sein: Es ist nicht wahr. Osama? Vielleicht irgendwelche anderen Leute, aber Osama ist schliesslich kein Vogel, der von oben kommt und sich dort niederlässt. Denn dies ist ein Sperrgebiet. Wenn wir hier reinkommen, fragt uns das Militär  jedesmal nach unserem Ausweis. Also, das kann man nicht glauben."

Na, vielen Dank, Osama bin Laden? Fehlanzeige.

Ende Manuskript

Hier finden Sie auch die Originalversion des Interviews