| Niederlande: Wahlcomputer? Nein danke! |
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| Geschrieben von Gerhard Wisnewski | |||
| Friday, 3. November 2006 | |||
Von Gerhard Wisnewski
Freie Wahlen? Nix da! Im Zeitalter der elektronischen Wahlmaschinen gehen geheime und demokratische Wahlen vor die Hunde. Mit Wahlcomputern haben wir keine Wahl mehr: Es gewinnt, wer die Dinger am besten zu manipulieren versteht. Und geheim ist da auch nichts mehr. In den Niederlanden wurden jetzt Wahlgeräte der ehemaligen Staatsdruckerei SDU aus dem Verkehr gezogen - beziehungsweise nicht für die am 22. November 2006 stattfindenden Parlamentswahlen zugelassen. Das Ganze ergibt womöglich einen beachtlichen Haufen Schrott: Betroffen sind nicht weniger als 1187 Stimm-Banditen, die in 35 Gemeinden eingesetzt werden sollten.
Mit
den SDU-Geräten wären die Wahlen vielleicht nicht mehr ganz so geheim,
wie sie sein sollten. Denn während man einen Kreuzchen malenden Wähler
relativ einfach vor neugierigen Blicken schützen kann, sollen diese
Wahlmaschinen ihr elektronisches Inneres relativ unbemerkt nach außen
stülpen. Die feine Sichtblende an der Wahlmaschine, die die Hände des
Bürgers vor indiskreten Blicken schützen soll, ist da möglicherweise
bloß Roß- bzw. Wählertäuscherei. Denn während sich der brave Bürger
hinter der Sichtblende verschanzt, verrät manch moderne Wahlmaschine ihre Geheimnisse nicht etwa auf dem Weg des sichtbaren Lichts, sondern der elektromagnetischen Strahlen: "Der niederländische Sicherheitsdienst AIVD
('Algemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst') hatte festgestellt,
dass es relativ einfach möglich ist, auf den SDU-Geräten gespeicherte
Daten auch aus einiger Entfernung auszulesen", berichtete unlängst
Wahrscheinlich
würden die Wähler ihre Kreuze in den betroffenen Orten mit dem
traditionellen roten Bleistift machen müssen, meint heise online.
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