| USA: Verbraucher wollen Medienlügen nicht mehr kaufen |
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| Friday, 25. January 2008 | |
Von Gerhard WisnewskiEs ist schon komisch: "Die US-Medienbranche ist von einer Krise bedroht", meldet die Basler Zeitung unter Berufung auf eine Studie der Columbia University New York: "Zeitungen verlieren weiter an Auflage, die Zahl der Zuschauer der grossen Fernsehanstalten sinkt, die Hörerschaft der klassischen Radiosender schrumpft. Selbst bei der Internet-Nutzung für Informationen gibt es Einbussen." Das verstehe, wer will. Wo doch diese Medien ihre Leser und Zuschauer in den vergangenen Jahren derartig eingeseift haben, daß die kaum noch aus den Augen gucken konnten. Kostenlose Seife, jede Menge aufgebundene Bären, X für U's bis zum Abwinken - ja, soll denn das alles umsonst gewesen sein? s alles umsonst gewesen sein? Blödsinn,
meint die BAZ. Vielmehr ist es natürlich genau anders herum: "Der
seriöse, daher oft aufwändige Journalismus" sei "bedroht. Journalisten
seien nicht mehr die 'Schrankenwärter' der Informationsströme."
Interessant, daß sie das überhaupt mal waren. "Die Webwelt öffne die
Kommunikation in alle Richtungen." Furchtbar, eigentlich. Oder
vielmehr: Gottseidank. Die Lügenfalle der etablierten Medien wird immer
löchriger, die Wahrheit scheint überall durch. Wobei wahrscheinlich
niemand die ganze Wahrheit kennt - was aber keine Entschuldigung ist,
es nicht zu versuchen.Die Medienkonsumenten stimmen mit der Tastatur über die pathologischen Lügner und Verdreher ab: "Einzige Gewinner in der Medienwelt sind neue Internet-Portale, Blogger sowie die Medien der ethnischen Minderheiten", schreibt die BAZ. Die Propagandakonzerne befinden sich dagegen auf dem absteigenden Ast: "Zeitungsauflagen, Aktienkurse der Medienhäuser und die Zahl der Zeitungsleser sind demnach im vergangenen Jahr weiter gesunken." 2006 hätten die Auflagen der Blätter gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent abgenommen, was einer deutlichen Beschleunigung des Negativtrends entspreche. Gegenüber dem Jahr 2000 informierten sich 5,2 Prozent weniger US-Bürger regelmäßig in Zeitungen. Die grossen Fernsehanstalten hätten im Tagesschnitt eine glatte Million Zuschauer verloren. "Selbst die Zahl derer, die sich im Internet von Medien informieren liessen, sei von 34 Prozent im Juni 2005 auf 27 Prozent im Juni 2006 gesunken." Die
Ursache ist so klar, wie nur irgendetwas: nämlich der galoppierende
Glaubwürdigkeitsverlust der etablierten Medien. Das erkennt man auch
daran, daß selbst die Internetangebote dieser Medien nicht mehr ziehen
- an der Technik oder "dem Internet" als solchem liegt es also nicht.
Im Internet sind vielmehr alle gleich. Diese Seite hier ist genauso
schnell zu erreichen wie die New York Times, Spiegel Online oder die
Zeit. Da die technischen und finanziellen Hürden des Medienkonsums im
Grunde abgeräumt und nicht mehr vorhanden sind, tritt mit aller Macht
der Inhalt in den Vordergrund und werden Medien gnadenlos an ihrem
Inhalt gemessen. Und das ist die eigentliche Niederlage der etablierten
Medien. Inhalt, Glaubwürdigkeit und Wahrheit sind bei diesen Medien
schon längst keine Werte mehr. Daß sie nicht nur mit Betrug, sondern
auch mit Selbstbetrug reagieren, ist da nur typisch. Beweise gefällig?
"Um die Verluste der traditionell hoch-profitablen Medienbranche
auszugleichen, versuchten die Medienhäuser der Analyse zufolge"
vielmehr "seit Jahren mit moderner Technik, Rationalisierungen,
Entlassungen und Auslagerungen die Kosten zu senken."Der Schrott soll also nicht etwa kein Schrott mehr sein - der Schrott soll nur billiger produziert werden. Viele
Blätter würden sich außerdem stark aufs Lokale konzentrieren, "selbst
grosse Zeitungen wie der 'Boston Globe' hätten ihr Auslandsnetz
deutlich beschnitten", zitiert die BAZ die Uni-Studie. "Andere
versuchten mit starker Personalisierung und betontem
Meinungsjournalismus attraktiver zu werden. Viele Zeitungen hofften,
die Leser als Amateur-Reporter einbinden zu können."Also alles Maßnahmen, die am eigentlichen Kern der Sache vollkommen vorbeigehen: Glaubwürdige Berichterstattung im Dienste des Lesers, einer lebenswerten Welt und einer wirklichen Demokratie. |











Von Gerhard Wisnewski
Die
Ursache ist so klar, wie nur irgendetwas: nämlich der galoppierende
Glaubwürdigkeitsverlust der etablierten Medien. Das erkennt man auch
daran, daß selbst die Internetangebote dieser Medien nicht mehr ziehen
- an der Technik oder "dem Internet" als solchem liegt es also nicht.
Im Internet sind vielmehr alle gleich. Diese Seite hier ist genauso
schnell zu erreichen wie die New York Times, Spiegel Online oder die
Zeit. Da die technischen und finanziellen Hürden des Medienkonsums im
Grunde abgeräumt und nicht mehr vorhanden sind, tritt mit aller Macht
der Inhalt in den Vordergrund und werden Medien gnadenlos an ihrem
Inhalt gemessen. Und das ist die eigentliche Niederlage der etablierten
Medien. Inhalt, Glaubwürdigkeit und Wahrheit sind bei diesen Medien
schon längst keine Werte mehr. Daß sie nicht nur mit Betrug, sondern
auch mit Selbstbetrug reagieren, ist da nur typisch. Beweise gefällig?
"Um die Verluste der traditionell hoch-profitablen Medienbranche
auszugleichen, versuchten die Medienhäuser der Analyse zufolge"
vielmehr "seit Jahren mit moderner Technik, Rationalisierungen,
Entlassungen und Auslagerungen die Kosten zu senken."
Viele
Blätter würden sich außerdem stark aufs Lokale konzentrieren, "selbst
grosse Zeitungen wie der 'Boston Globe' hätten ihr Auslandsnetz
deutlich beschnitten", zitiert die BAZ die Uni-Studie. "Andere
versuchten mit starker Personalisierung und betontem
Meinungsjournalismus attraktiver zu werden. Viele Zeitungen hofften,
die Leser als Amateur-Reporter einbinden zu können."