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Manipulationsverdacht: WDR sendet gestellte BKA-Bilder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Wednesday, 30. August 2006

Medien&Bücher

 

 

Bild 1: Der Mann mit dem Karton verläßt das Haus. Dabei hält er den Karton etwas gedreht vor seiner linken Körperseite, so daß man die rechte Stirnseite des Kartons sieht. Den unten aufklaffenden Boden erkennt man jedoch nur, wenn man genau weiß, was man sucht und das Bild punktgenau anhält. Sonst geht alles viel zu schnell. Während sich die Gruppe der Kamera nähert, wird unten bereits das breite Titelband aufgebaut.

 

Von Gerhard Wisnewski

Wie bereits berichtet, inszenierte das BKA am 22. August 2006 eine Szene, bei der mehrere "Fahnder" anscheinend Unterlagen aus dem Wohnhaus eines der mutmaßlichen Kofferbomber trugen. Die Situation war so plump gestellt, daß dies sogar Reportern vor Ort auffiel. So klaffte beispielsweise der Boden eines Pappkartons dermaßen auf, daß klar war, daß sich in dem Karton nichts weiter als die mehr oder weniger reine Luft von Köln-Neuehrenfeld befinden konnte, wo das ganze Theater stattfand. Ein Journalist sagte sinngemäß, das sei ja eine totale Show, das könne man doch nicht bringen. Normalerweise nicht.



Ein wenig anders ist das allerdings, wenn man WDR und SDR heißt. Deren Journalisten schnitten die gestellten Bilder so geschickt zusammen, daß dem Zuschauer die Fälschung kaum auffallen konnte. Anschließend verwendeten sie das Material als "brisanten" Aufmacher für die ARD-Dokumentation  "Wettlauf gegen den Terror" (ausgestrahlt am 23.8.06). Außer diesen martialischen Bildern hatte das Stück optisch nichts Aufregendes zu bieten. Wenn man die Bilder wieder und wieder laufen läßt und erst recht, wenn man sie anhält, wie das beim Schneiden geschieht, ist der klaffende Kartonboden nur allzu deutlich zu erkennen. Aber statt die Bilder wegzulassen, taten die Reporter alles, damit dem Publikum das nicht auffiel: als die "Fahndergruppe" mit ihrem Karton immer größer ins Bild kommt, legen die Journalisten ein breites Titelband über den unteren Teil des Kartons. Es sieht so aus, als hätten die Reporter ganz genau gewußt, was sie da taten...

Bild 2: Nur das Standbild zeigt, was sonst viel zu schnell geht. In der vergrößerten Ansicht erkennt man ganz deutlich, daß der Umzugskarton unten nicht richtig geschlossen wurde. So kann der Karton keine Lasten tragen.

 

Bild 3: Der Mann hält den Karton wieder gerade vor sich, so daß alles normal aussieht, und bewegt sich weiter auf die Kamera zu. Während der Karton immer größer ins Bild kommt, wird unten weiter der breite Titelstreifen aufgebaut.

 

Der WDR ist bekannt für saubere und gewissenhafte Recherche und hat bei seinen Zuschauern eine hohe Glaubwürdigkeit.

P.Piepenbring (WDR)

 

 

Bild 4: Nun wirds gefährlich, denn der Mann wendet sich schon wieder um, diesmal nach rechts hinten, so daß diesmal die andere Stirnseite des Kartons ins Bild kommt.  Auch hier klafft der Boden weit auf.

 

 

 

Bild 5: Das Ganze nochmal in Großansicht.

 

 

 

Bild 6: Gefahr gebannt. Spätestens jetzt hätte der Zuschauer den klaffenden Boden des Kartons sehen und den Braten riechen müssen. Denn statt sich wieder geradeaus zu richten, hat sich der Mann, während er sich immer mehr auf die Kamera zubewegte, immer weiter nach rechts gedreht. Doch exakt da verschwindet die Unterseite des Kartons hinter dem Titel.  Zufall?

 

 

Bild 7: Alles paletti. Das Titelband verdeckt genau die neuralgische Unterseite des Kartons.

 

 

Bild 8: Viele Grüße von Ihren öffentlich-rechtlichen Informationsanstalten WDR und SDR. Und natürlich von der ARD.