Also,
Herrschaften, es ist jetzt erwiesen - es gibt zwei Planeten. Ich meine
natürlich: zwei Erden. Die eine ist unsere gute alte Erde, auf der zum
Beispiel ein Mann namens Gregor Gysi lebt. In der Super Illu beschreibt
der Erdling die Situation dort wie folgt: "Die Hoffnungen auf eine
friedlichere Welt nach dem Ende des Kalten Krieges wurden bitter
enttäuscht. Kriege werden zu einer Normalität. Viele Kriege wie der
NATO-Angriff gegen Jugoslawien oder der Irak-Krieg waren und sind
völkerrechtswidrig. Der Krieg der USA gegen den Irak wurde von der
Regierung George W. Bushs mit Begründungen geführt, die sich im
Nachhinein als falsch und erlogen herausstellten.
Die
überlegenen militärischen Fähigkeiten der Vereinigten Staaten und die
sich daraus ergebenden Möglichkeiten weltweiter Interventionen machen
die US-Regierung so gefährlich, weil sie von einem militärischen Denken
bestimmt ist. Ihre Philosophie, den weltweiten Zugang zu Ressourcen wie
dem Erdöl auch militärisch zu sichern oder gar zu erobern, stellt die
eigentliche Bedrohung für den Weltfrieden dar."
Keine
Frage: Der Mann steht mit beiden Beinen auf Gottes Erdboden. Da
erkennen wir unseren Heimatplaneten wieder. Nun kommts aber: Es gibt
noch einen anderen bewohnten Planeten, und der wurde nicht etwa von
Astronomen entdeckt, sondern von einem ehemaligen Mitherausgeber der
F.A.Z., namens Hugo Müller-Vogg.
Und
das spricht mal wieder für die richtungweisende, visionäre Qualität
dieses Blattes. Wo Astronomen scheitern, da siegt die gute alte Tante
FAZ. Ja, mehr noch: Wo Wissenschaftler riesige Tomaten auf den Augen
haben, da schwebt der andere Planet Herrn Müller-Vogg nur allzu klar
vor Augen. Oder nennen wir ihn besser: Major Müller-Vogg. Die Wahrheit
ist, daß sich der andere Planet rein astronomisch am selben Ort wie
unsere Erde befindet, mental aber Tausende von Lichtjahren entfernt, in
einer fernen Galaxie. Wir können Hugo Müller-Vogg nur danken, daß er
es als erster auf sich genommen hat, die Verhältnisse auf dieser
fremden Welt zu beschreiben, auf der alles
regelrecht auf dem Kopf zu stehen scheint. Kürzlich gelang es mir,
einige seiner letzten Funksprüche aufzufangen: "Was wäre die Welt doch
für ein friedlicher Ort, wenn George W. Bush wirklich die größte Gefahr
für den Frieden wäre", berichtet Müller-Vogg völlig losgelöst: "Niemand
müsste eine Wiederholung des 11. September 2001 befürchten, in Zügen
und Bussen würden keine Bomben hochgehen, wir müssten an Flughäfen
nicht nach Sprengstoff in Getränkeflaschen suchen. Es gäbe auch keine
Angst mehr vor sogenannten Selbstmord-Attentätern."
Hallo,
Müller-Vogg - hören Sie mich? Er sagte dann nicht mehr viel: "Man kann
nicht den Täter und den Polizisten verwechseln", quakte er noch, bevor
er endgültig ins Schleudern geriet. Das letzte, was er sagte, war von
einem gewaltigen Rauschen begleitet. Ob es seine Ursachen in der
unendlichen Leere des Alls oder seines Oberstübchens hatte, ließ sich
nicht mehr feststellen: "Ich komme bald", drohte er nur noch: "Mir wird
kalt."
Mir auch. End of Transmission.
http://www.super-illu.de/aktuell/superstory_171064.html
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