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Das Wort zum Sonn(en)tag PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Monday, 31. December 2007

sonne-jesus.jpgkomment.gifVon Gerhard Wisnewski

Es ist kein Wunder, daß einen zur Zeit öfters das Wort "Himmel" beschäftigt. Dieser Tage ging mir durch den Kopf, daß die Christen das Weihnachtsfest nur von den "Heiden" gestohlen haben. Und zwar, indem sie das Sonnenwendfest in Christi Geburt umfunktionierten. Wie immer pflanzte das Christentum seine Symbole und Phantome mitten in die Symbole der okkupierten Religionen hinein.

Sie müssen nur mal übers Forum Romanum wandern und die in die römischen Tempel hineingepflanzten breithüftigen christlichen Kathedralen betrachten. Die Christen höhlten die herkömmlichen Religionen aus, füllten sie mit ihren eigenen Inhalten wieder auf und/oder übertünchten sie. Zugegeben: Weihnachten wird hierzulande nicht genau am astronomischen Datum der Wintersonnenwende (am 21.12. oder 22.12.) gefeiert, sondern am 24.12. oder 25.12. (der angeblichen Geburt Christi), also zwei bis vier Tage später. Aber das ist kein großer Unterschied.

sonnenwende.jpg

Warum war die Wintersonnenwende eigentlich ein solcher Grund zur Freude? Ganz einfach: Diese Freude stammt noch aus grauer Vorzeit, als die Menschen es unheimlich und beängstigend fanden, daß die Nächte immer länger wurden und die Tage immer kürzer, manchmal (im hohen Norden) bis hin zu einem flüchtigen grauen Schimmer. Woher sollten sie wissen, daß sich dies bald wieder ändern würde? Die Sonnenwende bedeutete daher die Aussicht auf neues Leben: Denn ohne Sonne keine Wärme, kein Ackerbau, keine Viehzucht und keine Nahrung. Ganz im Gegensatz zur "Freude" über Christi Geburt hatte die Freude über die Sonnenwende also eine reale existentielle Grundlage.

tempelkathedrale.jpgBei den Römern war der 25. Dezember der Geburtstag ihres Sonnengottes Sol Invictus. Aber etwa ab 336 wurde der 25. Dezember zum Geburtstermin Jesu Christi ernannt und ein "kirchlicher" (also christlicher) Feiertag. Die schon vier Wochen vorher beginnende Advents- (bzw. "Vorweihnachts"-) Zeit, die dem ganzen Zeitraum vor der Wintersonnenwende einen christlichen Stempel aufdrückt, macht die Sonnenwende zusätzlich vergessen.

Nur: was ist eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Festen?

Ganz einfach: Gott mag tot sein oder auch nicht bzw. Christus mag geboren worden sein oder auch nicht - die Sonne aber lebt. Das Zentralgestirn ist ebenso real wie das Phänomen der Sonnenwende, was man von Christus, zumindest aber von seinem Geburtstermin, nicht behaupten kann. Das heißt also, daß Milliarden Menschen statt einen realen Termin einen irrealen Termin feiern. Daß Milliarden Menschen statt an etwas Reales an etwas Irreales glauben - und sei es auch nur der Geburtstermin und nicht die Person selbst. Ein Phänomen wurde durch ein Phantom ersetzt.

 

Aber lassen wir das:weihnachtsbaum(1).jpg

"Fröhliche Weihnachten" wünscht:

Ihr

Gerhard Wisnewski

 

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