GW unterstuetzen!

untersttzen.gif

Bitte um Unterstuetzung!

Konto
DE83 7015 0000 0098 1348 36
SSKMDEMMXXX
Summe

vvv 2016 Buchvorstellung

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Mainstream-Reporter Gutjahr will Wisnewski-Buch zensieren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Hartmann   
Saturday, 19. August 2017
 

Zweimal hintereinander rein zufällig in unmittelbarer Nähe oder sogar am Tatort eines Terrorattentates? Das gelang 2016 dem rasenden Mainstream-Reporter Richard Gutjahr. Am 14. Juli filmte er den weißen Terror-LKW von Nizza, am 22. Juli fuhr er angeblich rein zufällig am Münchner Olympiaeinkaufszentrum vorbei, als dort ein Attentäter zu schießen begann. In beiden Fällen berichtete Gutjahr live vor Ort. Ein seltsamer Zufall, dachte sich der Journalist Gerhard Wisnewski und stellte in einem Kopp-Artikel am 26. Juli 2016 und in seinem Jahrbuch verheimlicht - vertuscht - vergessen 2017 im Januar 2017 ein paar Fragen. Gleichzeitig schickte er Gutjahr einen ausführlichen Fragenkatalog. Doch statt einer Antwort, ob er wirklich rein zufällig am Ort oder in unmittelbarer Nähe dieser Attentate gewesen sei, manipulierte Gutjahr zunächst die amazon-Website von Wisnewskis Buch.

Expresszeitung.com – Jetzt abonnieren!

 


Er schrieb eine negative Rezension und forderte seine Facebook-Freunde auf, diese als "hilfreich" nach oben zu bewerten. Des Weiteren schrieben Gutjahr-Freunde auch reihenweise negative Rezensionen über das Wisnewski-Werk, so dass amazon-Kunden getäuscht wurden und den Eindruck bekommen mussten, es müsse sich ja wirklich um ein sehr schlechtes Buch handeln. Irgendeine Falschbehauptung hat Gutjahr Wisnewski in seiner "Rezension" übrigens nicht vorgeworfen. Wenig später kam auch noch Post von Gutjahrs Anwalt Markus Kompa, der sich gern selber als kritischer Autor inszeniert - wenn er nicht gerade andere kritische Autoren verklagt, sozusagen. Wisnewski habe eine Reihe von Äußerungen in seinem Buch und in seinem Artikel zu unterlassen, meinte der Advokat.

screeenshot_fb_gutjahr.jpg

 

 

 

 

 

Falschbehauptungen? Wiederum Fehlanzeige. Stattdessen warteten der rasende Reporter und sein Anwalt mit einer abenteuerlichen Konstruktion auf: Demnach habe Wisnewski den Eindruck oder den Verdacht erweckt, Gutjahr habe eine Straftat begangen. Da Wisnewski die Frage nach einem möglichen Vorwissen des BR-Reporters über die Attentate von Nizza und München gestellt habe, habe er unterstellt, dass der Mainstream-Journalist gegen Paragraph 138 StGB verstoßen habe: Nichtanzeige geplanter Straftaten. "Das ist natürlich absurd. Diese Unterstellung oder dieser Vorwurf klingt bei mir nirgends an und wurde nur aus der Luft gegriffen, um ein eigentlich unangreifbares Buch zu zensieren. Ausgerechnet aus dieser Ecke einen Angriff auf die Meinungsfreiheit serviert zu bekommen, ist natürlich besonders traurig", meinte Wisnewski im Hinblick auf Gutjahrs Anwalt Kompa. "Mit dem gesellschaftskritischen Engagement dieses Anwalts scheint es nicht weit her zu sein, wenn er anderen schon das Fragen verbieten will. Jedenfalls ist das meine persönliche Meinung."

 

untersttzen.gif Ausserdem sei bekannt, dass Wisnewski nicht unbedingt von den offiziellen Versionen von Terroranschlägen ausgehe - deshalb stehe für ihn auch die Authentizität der Attentate von München und Nizza Straftat erst einmal in Frage. Schon deshalb könne er Gutjahr nicht der "Nichtanzeige geplanter Straftaten" verdächtigt haben, so der Autor in München. Das Urteil in dem Verfahren vor dem LG Köln steht noch aus. Eine erste Schlappe hat Gutjahr jedoch bereits kassiert, in dem seine Anzeige gegen Wisnewski wegen Verleumdung von der Staatsanwaltschaft nicht weiterverfolgt wurde. Im Falle einer Niederlage in dem Zivilverfahren will Wisnewski (Anwalt: Stefan Schünemann) auf jeden Fall in die nächste Instanz gehen: "Es kann nicht sein, dass einem Journalisten hier von einem Mainstream-Reporter das Fragen verboten werden soll. Das Verfahren ist daher von hohem öffentlichen Interesse - sowohl im Interesse der Journalisten als auch der Leser."

Hier nochmal der Fragenkatalog, den Wisnewski im Juli 2016 an Gutjahr
verschickt hat und der bis heute ihm gegenüber inhaltlich nicht beantwortet wurde:

  * Waren Sie rein zufällig bei beiden Attentaten anwesend?
  * Oder hatten Sie Vorwissen über die bevorstehenden Attentate von
    Nizza und München?
  * Wie kamen Sie an dieses Wissen?
  * Welche Beziehungen unterhalten Sie zu Geheimdiensten?
  * Hatten Polizei bzw. Geheimdienste Ihrer Meinung nach Vorwissen über
    die Attentate?
  * Waren Polizei bzw. Geheimdienste Ihrer Meinung nach an den
    Attentaten beteiligt?
  * Nahm Sie in München tatsächlich die Polizei mit zum Tatort?
  * Wenn nicht, warum duldete die Polizei dann die Verfolgung durch eine
    ermittlungsfremde Person, nämlich durch Sie, wie Sie es darstellen?

Sollte sich Gutjahr doch noch zu einer inhaltlichen Antwort entschließen,
wird sie hier veröffentlicht.